16. Januar 2026

Ein ganz besonderer Urlaub

Die Urlaubskrise war mit dem folgenden Tag offiziell überwunden. Réunion zeigte sich von seiner schönsten und wildesten Seite. Und das erste Mal hatten wir auch das große Glück, dass wir einen Wasserfall (fast) ganz für uns alleine hatten. Den Weg, sofern es ihn überhaupt noch gab, hatten wir definitiv schon einmal ganz für uns. Aber zunächst ging es passenderweise nach Mordor.

Der nasse Vulkan

Eines der großen Highlights der Insel hatten wir uns für später aufgehoben: die Reise zum Vulkan. Dort sollte es also nun endlich hingehen, eine kleine Abwechslung zu den Wasserfällen. Und was für eine verrückte Reise es dort hoch ist. Ähnlich wie nach Cilaos ist die Straße auf den Vulkan natürlich ein Dead End. Was auch sonst? Man kann ja nu’ schlecht in den Krater hineinfahren. Der Vulkan hier auf der Insel kommt bergförmig daher, also heißt es wieder einmal endlos Serpentinen hinaufgurken. Die Mägen hielten diesmal allerdings. Als die bewanderten Reisenden, die wir nun mal sind, packten wir aufgrund der Höhenlage endlich einmal unsere neuen Softshells ein. Der Zielpunkt liegt auf etwa 2.400 m Höhe, dort wird es üblicherweise etwas frisch.

Der Tag startete bewölkt. Das deuteten wir zunächst mal als ein gutes Zeichen, gibt es auf dem Vulkan doch keinerlei Schatten und unsere sonnenempfindlichen Kinder würden das bestimmt begrüßen, so die Annahme. Die Fahrt nach dort oben hat einiges zu bieten. Zunächst lässt man erst einmal die Palmen hinter sich und taucht in eine mitteleuropäische Almlandschaft ein. Ohne Scheiß, das ist völlig verrückt. Plötzlich fuhren wir zwischen Kuhweiden hindurch und dichte Nadelwälder. Bei jeder Kurve wollte man eigentlich aussteigen, das Alpenhorn erklingen lassen und auf Gamspfaden wandern gehen. Es fehlten einzig die alpinen Chalets (und die Skilifte). Je höher man kurvt, desto karger wird die Landschaft. Die Bäume weichen Büschen. So weit, so alpin. Dann wird es aber schlagartig verrückt. Man nähert sich dem Pas des Sables, fährt über eine Kuppe und blickt auf eine desolate Landschaft. Es sieht tatsächlich einfach aus wie Mordor, mehr muss man gar nicht an Worten verlieren.

Blick auf den Pas des Sables

Das Wetter tat sein Übriges für den Anblick. Graue Wolken hingen tief über der Marslandschaft, einzelne Wolkenfetzen zogen über den Boden und man konnte sich vorstellen, dass es Rauchschwaden vom Vulkan sind. Unerschrocken schickten wir uns an die Passstraße bis zum Ende zu fahren. Ab dem Pas des Sables ist es allerdings nur noch eine buckelige Schotterpiste. Nachdem wir die Kurven des Tages also erstmal hinter uns gelassen hatten, folgte nun ein wildes Gehüpfe im Auto. Vom Parkplatz am Ende der Piste hat man überragende Ausblicke und schöne Wanderwege über den Vulkan. Voller Tatendrang stiegen wir aus und zogen unsere Softshells an. Leider hatten wir keine Regenklamotten. Es goss wie aus Kübeln und das Thermometer meldete stabile 13 Grad. Uns war direkt eiskalt, wir waren direkt klitschnass. Wir trotzten den Elementen und gingen zur Aussichtskante, um auf eine graue Nebelwand zu schauen. Nach der kurzen Toilettenpause waren wir noch nasser und uns war noch kälter. Wir stiegen wieder ins Auto und lachten uns schlapp, ob des misslungenen Ausflugs.

Wir fuhren also wieder los. Kurze Fotosession noch am Pas des Sables, um zu beweisen, dass wir auch wirklich da waren. Warum wir, trotz Wolken, die wir schon am Morgen sehen konnten, die Auffahrt wagten? Nun, der Wetterbericht behauptete, dass es der letzte Tag mit ein bisschen Sonne im Urlaub sei. Ich erzählte unserem Vermieter von unserem Versuch und der lachte uns quasi aus, dass wir auch nur einen Deut auf den Wetterbericht geben würden. Wir sollten es einfach noch einmal in den kommenden Tagen probieren. Aber an irgendwas muss man sich ja halten, denk’ ich mir. Wie dem auch sei, der Tag endete unspektakulär mit ein bisschen Pool hier, ein bisschen Rumgechille da, ein bisschen Rumgemotze dort. Es gab Kartoffeln, Spiegelei und Spinat zum Abendessen.

Ein Wasserfall muss her

Nach dem wahllosen Ritt auf den Vulkan hielten wir uns erstmal wieder an altbewährte Rezepte: ein Wasserfall sollte es richten. Neben dem Reiseführer für Kleinkinder, den wir in unserer Unterkunft bereits vorfanden, entdeckte ich noch den “offiziellen” Wanderguide für Kinder, den man netterweise sogar als pdf herunterladen kann. Ein kleines Büchlein namens Sentiers Marmailles. Mit dem passenden Untertitel Der Reiseführer der einfachen Spaziergänge auf Réunion. Na also, unser Büchlein. Wir wählten also einen dieser einfachen Spaziergänge aus und machten uns auf die Socken. Natürlich nicht, ohne vorher noch ein bisschen Mausesendung zu bingen, das gehört diesen Urlaub wohl einfach dazu.

Der Cascade Maniquet ward auserkoren. Es gab zwei Varianten dieses einfachen Spaziergangs: entweder wieder direkt vorfahren und nur den kurzen Abstieg mitnehmen, oder eine etwa 2 km lange Variante von einem anderen Parkplatz. Wir waren ja schließlich zum Wandern hierhergeflogen, also wählten wir natürlich die “lange Route”. Zunächst muss man allerdings dorthin kommen. Wir cruisten also nach Saint-Denis und von dortaus in den kleinen Vorort Le Brûlé. Witzigerweise erwartete uns eine Serpentinenstraße den Hang hinauf, gegen die unsere Fahrten nach Cilaos und auf den Vulkan ein Witz waren. Die Kurven schienen nicht aufzuhören, es ging eeeeeeewig den Hang hinauf. Zum Glück machten die Mägen aller Mitreisenden mühelos mit. Die Bergstraße fing bereits in Saint-Denis an, und was man auf dem Weg für Villen mit Meerblick geboten bekam, ließ uns schon wieder direkt vom Auswandern träumen. Auch wenn ich ja solche Bergstraßen nicht gerne jeden Tag pendeln würde, müsste dann schon Homeoffice sein.

Aufgrund der Höhe gestaltete sich der Wald hier dann auch wieder sehr besonders. Es sah schon noch tropisch aus, aber deutlich feuchter und dschungeliger als jetzt beispielsweise in der Ecke unseres Ferienhauses. Direkt hinter Le Brûlé beginnt ein Naturpark und wir fuhren mutterseelenallein auf der Waldstraße zu unserem Zielpunkt. Auch hier parkte kein Auto, ein vielversprechender Auftakt. Schnell sattelten wir das Gepäck und Wandermaus Nimue stürmte voraus auf den verwunschenen Pfad. Genau so hatten wir uns das vorgestellt: leere Parkplätze, leere Wanderwege, wilde Natur.

Der Pfad wurde enger und nach und nach gab es einige überwucherte Stellen. Nimue war ganz in ihrem Element, Nael glücklich bei Täschi in der Trage. Die Vegetation hing immer tiefer über den Pfad. Stellenweise musste man in der Hocke weiter, teilweise krabbeln. Irgendwann passte ich nicht mehr mit der Kraxe unter den Pflanzen durch, musste sie also abnehmen und vor mir herschieben. Dunkle Erinnerungen an Bundeswehr Übungen kamen hoch. Hin und wieder kamen dann wieder 10-50 m lange Abschnitte, in denen der Pfad perfekt angelegt und frei war, danach stand man dann plötzlich wieder zwischen 2 und 3 m hohen Pflanzen. Nimue war teilweise nicht mehr zu sehen. Hier ein kleines Suchbild, wer findet Nimue auf dem Weg?

Täschi und Nimue auf dem Wanderweg

Schließlich war auch der Pfad irgendwann nicht mehr zu sehen. Der “einfache Spaziergang” entpuppte sich als knallhartes Survival Game. Natürlich durfte auch eine Flussüberquerung nicht fehlen. Nach solchen Querungen ist es ja immer gleich viel einfacher den Pfad überhaupt wiederzufinden. Meterweise bahnten wir uns also einen Weg durch das Dickicht. Problematisch war dabei vor allem auch die Beschaffenheit des Bodens, da wir an einem steilen Hang unterwegs waren und Löcher oder Äste nicht gut auszumachen waren. Auf der anderen Seite war das Dickicht aber auch so dicht, dass ich nicht das Gefühl hatte, dass man besonders weit stürzen würde. Zwischendurch waren dann immer wieder besagte Etappen, an denen der Pfad völlig unberührt war und tatsächlich nach “einfachem Spaziergang” aussah. Zum Glück stand an einem dieser Stücke auch einmal ein Wegweiser, so konnten wir uns wenigstens sicher sein, in die richtige Richtung unterwegs zu sein.

Jedes Abenteuer findet allerdings irgendwann sein Ende, und nachdem wir uns zum Schluss noch ein wenig durch Dornen schlagen mussten, fanden wir die rettende Straße. Ebenjene Straße, die man also auch direkt zum Wasserfall entspannt hätte fahren können. Aber was wäre das für ein langweiliger Blogeintrag gewesen. Endlich konnten wir also den letzten Abstieg zum Wasserfall beginnen. Von einem Aussichtspunkt auf der Hälfte des Abstiegs konnte man bereits erahnen, welch schöner Wasserfall dort auf uns wartete. Mit letzten Kräften schleppten wir uns zum Bassin, ließen das Gepäck fallen und…es fing an zu regnen. Es goss wie aus Kübeln. Das schrieb ich, glaube ich, bereits zuvor. Aber diesmal waren es echt große Kübel, aus denen es goss. Innerhalb weniger Sekunden waren wir nass, als hätten wir uns gerade unter dem Wasserfall abgekühlt. Das, dachte ich mir, war genau der richtige Moment, um Täschi zu fragen, ob sie mich heiraten möchte. Entkräftet von dem Survival Pfad, unterkühlt vom Regen, genervt von den Kindern die sich wegen der Kälte beschwerten. Welch besseren Moment gibt es, in dem die Frau gar nicht NEIN sagen kann? So sagte sie gezwungenermaßen JA und steckte sich den Ring an. Die Sache war geritzt.

Als schönes Andenken wollte ich gleich ein paar schöne Fotos vom Verlobungswasserfall schießen. Leider versagte genau in diesem Moment, aufgrund der Kübel, die Kamera den Dienst. Natürlich, was auch sonst. Der Regen hörte auf, die Sonne kam wieder heraus, einige wenige Wanderer verirrten sich jetzt auch zu unserem Wasserfall. Frechheit! Täschi machte schöne Fotos vom Wasserfall, vom Ring, von uns vor dem Wasserfall und mit dem Ring. Wir snackten ein paar unserer Vorräte und stiegen wieder hoch zur Straße. Das war anstrengend, weil, natürlich, die Kinder beide dringend getragen werden wollten. Faulis! Den Weg, den wir gekommen waren, wollten wir selbstredend nicht zurück. Also folgten wir der Straße. Bergauf, die ganze Zeit. Nach etwa der Hälfte zog ich ohne Gepäck weiter und holte geschwind das Auto. In der Sekunde, in der ich die Familie einsammelte, wurden die nächsten echt großen Kübel geleert. Zum Glück kann das Auto auch heizen.

Es folgte: ein kurzer Stopp, um einen Geocache einzusammeln. Das haben wir diesen Urlaub ja sträflich vernachlässigt, eine Schande. Es folgte: eine Abfahrt. Es waren nicht weniger Kurven geworden. Also gurkten wir den Weg wieder hinab. Da unser “einfacher Spaziergang” ein wenig länger dauerte, war es nun schon spät geworden. Also gab es nur eins: Verlobungsdinner bei McDonald’s. Die Kinder freuten sich natürlich riesig. Auf dem Weg dahin gab es noch mehr Kübel. Aber richtig, und wie! Stellenweise sah man nichts mehr durch die Regenwand, die gesamte Straße stand unter Wasser. Natürlich gab es dann auch noch einen Unfall auf der Strecke und wir standen erstmal schön im Stau, im Regen. Zeitweise erwog ich eine Arche zu bauen. Wir schlichen also im Schneckentempo auf überfluteten Straßen Richtung McDonalds. Schön Chicken Nuggets, BigMac und Pommes schnabulieren. Nimue entdeckte sofort die Tunnelrutsche und war außer sich vor Freude. Na denn, irgendjemand fand es also gut. Nach der Nahrungsaufnahme ging es zurück auf die überfluteten Straßen. Regenzeit, allright, so muss das. So machten auch die ganzen Warnschilder an den meisten Brücken und Senken Sinn. Dort steht dann nämlich immer “Wenn überflutet, nicht befahren”. Wobei ich mich ein wenig frage, wie man dann überhaupt irgendwo hinkommen soll?

Kurz vor der Ankunft an der Ferienwohnung fiel Täschi noch auf, dass wir die Balkontüren offen gelassen hatten. Innerlich bereitete ich mich also schon auf Wassermassen vor, die die Treppe hinunterflossen. Aber so schlimm war es nicht, es hatte zwar ordentlich reingeregnet, aber man konnte die Situation noch mit dem Wischmop wieder unter Kontrolle bringen. Die Kinder schliefen entkräftet ein, wir kurz darauf auch. Was für ein Tag.

Die Spielplatz Rating Agentur

So ein Urlaub mit der Familie ist ja auch immer ein großer Interessenausgleich. Nachdem weder Nimue noch Nael nach der Vulkantour oder den Wasserfällen verlangten, dachten wir uns: Zeit wieder einmal einen Kindertag einzulegen. Gut, ehrlicherweise steckte uns auch die Wanderung vom Vortag wieder einmal in den Knien und auch das Wetter ließ zu wünschen übrig: es war bewölkt, aber immerhin nicht regnerisch. Man höre und staune: wir verbrachten den Morgen oh-ne Maus. Ist das zu fassen? Ich fass’ es nicht. Eigentlich waren im Kinderreiseführer unserer Wahl auch Wasserparks verzeichnet, aber leider hat der vielversprechendste derzeit wegen Renovierung geschlossen, die anderen beiden sind eher glorifizierte Schwimmbäder. Und was genau möchte man im Schwimmbad, wenn man das Meer, Wasserfälle und einen Pool vor der Nase hat? Eben.

Was tun mit am Kindertag also? Der Zoo fällt aus. Auch wenn der Zoo in Martinique ein Erlebnis war, fand Nimue ihn ja anno dazumal nicht besonders aufregend, der Schildkrötengarten hatte uns ja nu’ auch nicht vom Hocker gehauen. Außerdem gibt es Zoos ja auch bei uns. Was es bei uns allerdings nicht gibt, sind Spielplätze im Palmenschatten. Ich wälzte das Internet und entdeckte einen Blogeintrag mit den schönsten Spielplätzen auf Réunion. Die Autorin befand, dass alle sehenswerten Spielplätze der Insel in Le Tampon zu finden sind. Also packten wir Kind und Kegel und machten uns auf zum diesjährigen Spielplatz Sightseeing.

Tatsächlich sind die Bilder der Spielplätze recht ansprechend. Es gibt zumindest viele Tunnelrutschen für Nimue. Der erste Spielplatz hatte eine Tunnelrutsche, die aber nicht besonders ausgiebig genutzt wurde. Generell lagen alle Spielplätze ziemlich doll in der Sonne. Also, nicht also wir unterwegs waren, es war ja bewölkt. Aber schon witzig: auf neueren Spielplätzen im quasi sonnenfreien Hamburg werden im Sommer fürsorglich Sonnensegel gespannt. In Réunion räumt man seine Kinder einfach bei UV-Faktor 18.000 in die pralle Sonne, was soll’s? Die verbrennen hier ja quasi eh. Nimue schaukelte und zimmerte Nael dabei um, da er nicht so schlau hinter der Schaukel umherrannte. War nicht schlimm. Dann zimmerte Nimue Nael noch einmal mit der Schaukel um, weil er wieder nicht so schlau hinter der Schaukel umherrannte. Diesmal flog Nael in hohem Bogen durch die Luft und landete zerknautscht auf dem Boden. Täschi sah bereits sein Leben vor ihrem inneren Auge vorrüberziehen (dauerte nicht lange, war ja ein kurzes Leben bislang). Er stand auch erstmal nicht auf, weil er tief Luft holen musste für sein markerschütterndes Schreien. Aber war insgesamt eigentlich auch nicht schlimm, kurze Zeit später wetzte er schon wieder über den Spielplatz.

Es folgte ein weiterer Spielplatz. Der war ganz OK, es gab aber keine ernstzunehmende Tunnelrutsche, was den Juroren etwas missfiel. Dafür eine recht hohe Hängebrücke, die von Nael nach und nach in vielen Anläufen schließlich gemeistert wurde. Der Hunger und Harndrang trieb uns dann zu Hyper U. Und, man wird es mir nicht glauben, in diesem unscheinbaren Supermarkt gab es keine Warteschlange an den Kassen. Au contraire, es saßen einige Kassierer däumchendrehend herum und warteten auf Beschäftigung. Als Prozessberater würde ich den Supermärkten ja Kassierersharing nahe legen. Aber, mensch, war das erfrischend mal nicht stundenlang auf Abfertigung zu warten. Geiler Supermarkt, 9 von 10 Punkten (ein Punkt Abzug, weil man sein Obst selbst wiegen muss als wäre es 1992). Wir haben akut noch nicht geschaut, aber ich hoffe es gibt einen nahen Hyper U in Saint-Pierre.

Nachdem der Hunger besiegt war ging es zum dritten Spielplatz. Laut Blogeintrag der Spielplatz. Er lag etwas merkwürdig im lokalen Ghetto: die Häuser waren arg heruntergekommen und eine Reihe der geparkten Autos war ausgebrannt, Schrott oder es fehlten Reifen und Scheiben. Es war also eine merkwürdige Kombination aus “Hochhausblocks” und Schrottplatz. Ich fasste meinen Eindruck mit “hier würde ich ein Gangsterrapvideo drehen” zusammen. Der Spielplatz war allerdings dann tatsächlich ziemlich fresh: zwei wilde Tunnelrutschen, eine sehr lange Hängebrücke, hohe Klettertürme und Nael konnte alles selbst nutzen. Nimue und Nael wetzten fast zwei Stunden beglückt dort herum, rutschten die Rutschen und weit und breit keine Schaukel, die Naels Leben gefährden konnte. Einzig die Sitzgelegenheiten für die Eltern waren dürftig, aber die Juroren erkoren diesen Spielplatz mit wehenden Fahnen zum Tagessieger.

Zurück an der Ferienwohnung wurde noch kurz gegengecheckt, ob ein Pool auch cool ist, und das Ergebnis war: ja, ein Pool ist auch cool. Nael war vor lauter Nahtoderlebnis, Klettern, Rutschen, Schwimmen und kurzem Mittagschlaf so fertig, dass er noch vor dem Abendessen auf Mama in der Hängematte eingeschlafen ist. Der Rest snackte Tortellini mit Tomate und Mozzarella und kümmerte sich dann auch um das Einschlafen.